KINDERLEICHT: Stärke Dein Immunsystem mit der richtigen Ernährung"



CORONA – klar…warum kommt dieser Beitrag eigentlich jetzt. Ich würde hier gerne mal „aufräumen“ mit all den Lügen, die teilweise im Netz verbreitet werden über die Verhinderung einer Infektion durch Verzehr der richtigen Lebensmittel, Superfoods oder Nahrungsergänzungsmittel (die man natürlich dann direkt auf betreffender Seite teuer käuflich erwerben kann).


Die betreffenden Firmen verdienen sich gerade blöd daran, dabei (denke ich) muss einem der gesunde Menschenverstand schon sagen, dass das nicht klappen KANN.


Welche Lebensmittel können also einen Beitrag zur Stärkung unseres Immunsystems leisten?

1. Eisenhaltige Lebensmittel


Eisen hat eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Eisen dient auch der Sauerstoffversorgung – wenn wir einen Mangel haben merken wir das daran, dass wir uns schwach und nicht so leitungsfähig fühlen. Bei einem manifesten Mangel kommt es auch zu einer Anämie - kurzum ein Eisenmangel schwächt auch unser Immunsystem.

Eisen ist natürlich enthalten in rotem Fleisch, aber auch in Fisch und Krebstieren. Vor allem Innereien wie Leber enthalten viel Eisen. Tierisches Eisen wird im Darm schnell aufgenommen, da es in der Form vorliegt, die schnell resorbiert wird.

Eisen ist aber auch enthalten in Gemüsen wie Erbsen, Spinat, verschiedenen Kohlsorten oder Schwarzwurzeln. Auch Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte sind gute Lieferanten.

Während Kaffee und Tee die Eisenaufnahme behindern, erhöht ein Glas Orangensaft die Aufnahme vor allem bei pflanzlichem Eisen – denn Vitamin C haltige Lebensmittel verbessern die Resorption.

Eisen kann aber auch überdosiert werden, wenn Nahrungsergänzungsmittel in Eigenregie zugeführt werden. Eine solche Überdosierung ist schädlich für uns. Deshalb nehmt Nahrungsergänzungsmittel – egal welche- immer nur, wenn diese vom Arzt verschrieben werden und ein tatsächlicher Mangel vorliegt.

2. Probiotika und Ballaststoffe


Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die eine gesundheitsfördernde Wirkung auf unseren Darm/Körper haben. Denn Probiotika tragen zu einer guten Mikrobiota (àsiehe Blogartikel Mikrobiota) bei und helfen so den Körper vor schädlichen Stoffen oder Infektionen zu bewahren. Denn der Darm hat ein eigenes Immunsystem, welches sogar den Großteil ausmacht und eng mit dem des Körpers zusammenarbeitet. Die enthaltenen Bakterienstämme halten sozusagen krankmachende Bakterien davon ab sich in die Darmwand einzunisten.

So wurde nachgewiesen, dass Menschen, die regelmäßig Probiotika zuführen im Krankheitsfall weniger Antibiotika brauchen (Antibiotika zerstören die gesunde Mikrobiota!) und schneller wieder gesund werden!

Wer also regelmäßig Joghurt, Quark oder mit lebenden Kulturen angereicherte Joghurtdrinks zu sich nimmt kann so die Darmwand und die körpereigene Abwehr stärken.

Probiotika gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel in konzentrierter Form – sogar frei verkäuflich – aber auch hier gilt: Lasst das vom Arzt untersuchen und nehmt diese NUR ein, wenn der Arzt diese verschreibt und eine sogenannte „Dysbiose“ festgestellt wurde.

Was wir aber eben tun können ist Probiotika über o.g. Lebensmittel zu uns zu nehmen. Auch in sauer eingelegtem Gemüse oder Sauerkraut sind diese enthalten.

Dann gibt es noch die Ballaststoffe (sogenannte Präbiotika) – was haben di jetzt damit zu tun denkt ihr Euch sicher? Sehr viel! Denn sie unterstützen den Darm nicht nur bei seiner Arbeit, sondern stellen auch „Nahrung“ für unsere (guten) Darmbakterien dar – mit Ballaststoffen kann man nachhelfen eine gesunde Mikrobiota zu bilden, die wiederum ein gutes Darm-Immunsystem zur Folge hat. Denn der Darm ist ja sowas wie eine „Schranke“ zur Außenwelt, nachdem die Nahrungsmittel unseren Verdauungstrakt verlassen. Ballaststoffe können nicht oder nur teils von uns verdaut werden. Beim teilweisen Abbau werde sogenannte kurzkettige Fettsäuren gebildet, von denen sich die „guten“ Darmbakterien sich dann ernähren und auch vermehren.

Worin sind Ballaststoffe enthalten? Natürlich in Vollkorn, das weiß glaube ich jedermann. Ansonsten vor allem auch in Gemüse und Obst aber auch in Hülsenfrüchten – diese sind überhaupt ganz wertvoll für unser Gesundheit.


3. Vitamin C haltige Lebensmittel

Ist man erkältet – was muss her? Vitamin C – aber warum eigentlich und ist Zitrone wirklich das non-Plus-Ultra?

Vitamin C hat zunächst eine entzündungshemmende, antibakterielle und antioxidative Eigenschaft und schützt die Immunzellen vor schädlichen Stoffen wie Viren und Bakterien. Es steckt in den weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, die eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr spielen. Und es fängt freie Radikale ab – besonders reaktive Verbindungen, die unseren Körper „attackieren“.

Weiterhin ist Vitamin C aber auch verantwortlich für die Gesunderhaltung des Gewebes und einer unversehrten Haut, die eine wirkungsvolle Barriere gegen Infektionen darstellt.

Auch Vitamin C sollte aber am besten in nativer Form – also in Form von Lebensmitteln – zugeführt werden, denn im Obst und Gemüse stecken noch weitere vitaminähnliche Substanzen – die „sekundärem Pflanzeninhaltsstoffe“. Diese sind nicht in Vitaminpillen enthalten und haben vielfältige positive Wirkungen.

Einen Mangel an Vitamin C gibt es hierzulande kaum noch. Denn wir sind in der Regel ausreichend mit Vitamin C versorgt.

Besonders viel Vitamin C findet sich aber nicht wie angenommen in der Zitrone, sondern sehr viel in Acerola, Hagebutten und Sanddorn. Gute Lieferanten sind auch Schwarze Johannisbeeren, Paprika, Kartoffeln und Petersilie.

4. Vitamin-A-haltige Lebensmittel